Are you komplett meschugge?
Also ich weiß ja nicht wie es ihnen geht, aber aus meiner Sicht kann dieser Frage nur mit einer möglichen Antwort begegnet werden. Yes of course, oder was glaubst du!
Meine Gehirnwindungen qualmen schon, meine Finger brennen vom Seitenumblättern, meine Augen sind verätzt durch die grellen Leuchstiftfarben…Ich kann, gesundheitsbedingt, keinen weiteren Tag mehr lernen. Gott seis getrommelt, gepfiffen und wie man’s ihm sonst noch so rein sagen kann, ist morgen schon der letzte Tag der Diplomprüfungen. Zwei geschafft, bleiben zwei weitere Fachprüfungen.
Und wie ich die absolviert habe…Ich muss sagen, es gibt wieder mal allen Grund stolz zu sein auf die mentalen Strategien des Copings und des Settings. Ich hab getrödelt, ich habs ignoriert, ich hab optimistisch gedacht und den Erfolg visualisiert. Und ich hab beide Prüfer dazu gebracht, mir das Prädikat „Sehr Gut“ zu verleihen. Ganz getreu meinem Motto: „Minimaler Aufwand, Maximale Ergebnisse!“
Jetzt heißt es nur nochmal Daumen drücken für morgen. Noch einmal optimistisch sein, noch einmal visualisieren. Und dann seh ich vor meinen strahlend blauen Augen höchstens noch weißen Sandstrand und türkises Meer.
Zahlen (ergo Qualen)
Ich könnte genauso gut Mathematik studieren so wie sich das bei mir gerade anlässt.
Pankreatitis: 80% interstitiell ödematös, 20% häm. nekrotisierend. Davon wiederum 20-30% letal
Giullian Bare Syndrom: 15-25% Beteiligung der Atemmuskulatur, Intubation und Beatmung notwendig
MCI: bis zu 6h nach akutem Geschehen lysierbar
CS: bis zu 3h nach akutem Geschehen lysierbar
Sie verstehen rein gar nichts, macht nichts, mir gehts genauso. Aber eine Rechenaufgabe gibt es die habe ich mit links gelöst:
1+1+1=3: Noch 3 mal schlafen und dann betrink ich mich zur Feier meines 2. Diploms mit mindestens 10 Bier über 20h, so dass ich höchstens noch 0 mitbekomme!
Kampf und Krampf
Eigentlich hab ich gerne Stress. Ich mag das! So ein bisschen Nervenkitzel hie und da, einen kleinen Tritt in den Ar###. Sie kennen das doch auch oder. Eustress vs. Distress. Ein wenig Adrenalin, wenn man auf der Flucht vor dem großen, gefährlichen Säbelzahntiger ist, das haben schon unsere Urahnen zu schätzen gewusst. Aber im Moment fühle ich mich dann doch etwas zu digestresst.
Jeden Tag steh ich früh morgens auf, jeden Tag ists draußen Grau in Grau, jeden Tag setz ich mich an den Esstisch, wo dicke Wälzer und flatterige Skripten sich die Klinke in die Hand geben. Und dann gehts auf ins Land des hepatischen Comas, der Addison Krise und der Supraventrikulären Tachycardien. Juhu – klingt spannend, ist aber in Wirklichkeit mehr als ätzend. Da verbrennt man sich höchstens die Finger. Ich mag es nicht wenn man mich zu etwas zwingt, schon gar nicht wenn es dabei um das sture Lernen, verstaubter Behandlungsmethoden geht, die man in der Praxis sowieso nie einhält. Ich mag das Alles nicht mehr. Ich mag nur mehr eines:
Und zwar endlich mein Leben wieder zurück bekommen. Das dieses Jahr, intensivster Aus- und Weiterbildung endlich zu Ende geht und keine Narben sondern nur Vergessen zurück lässt. Und dann fahr ich auf Urlaub!!
Pisse und andere unangenehme Erscheinungen
So richtig pissed? Angenervt? Total gereizt und wütend? Und dann auch noch Pisse auf den Händen, was dem anfänglich verwendeten Wort eine ganz neue Bedeutung gibt. Tja, dass passiert wenn medizinische Artikel nicht ausreichend kontrolliert und somit unbrauchbar sind. Danke!
Nicht das der Tag nicht so schon schlimm genug war. Nicht das ich nicht sowieso momentan in einem Praktikum verharre, in dem ich auch benotet werde, in dem ich also nicht zurück reden darf, in dem ich also ungenießbar bin!!
Kann ich nämlich nicht! Nicht zurück reden…Das ist eine der schlimmsten Strafen die man mir aufbrummen kann! Und weil ich es nicht lassen kann, mach ich es im Geiste.
Sagt jemand mir, dass meine Arbeit nicht schlecht ist, aber auch nicht gut, dann nicke ich freundlich danke für den Hinweis und denke bei mir: „Ohh, meine Arbeit ist nicht so toll wie deine? Hab ich das richtig verstanden du *’?/ Vielleicht liegt das ja auch daran, dass ich, gottverdammt, die Einzige hier bin, die arbeitet.“ Und am Ende des Tages bin ich schon so sarkastisch, schon so geladen und hab schon so oft den Ace Ventura Move nach geahmt…das ich mich eigentlich selbst kaum noch ertragen kann!
Gott sei Dank ist der Tag endlich vorbei! Und was der Ace Ventura Move ist, dass erzähl ich ihnen dann morgen!
Beförderung
Fühlen sie sich manchmal auch ganz klein und unbedeutend. Wie ein Nichts und Niemand, so als würde ihr Dasein in dieser grausamen, kalten Welt keinerlei Bedeutung haben? Ich bin mir sicher sie kennen dieses Gefühl!
Mir passiert das vorallem, weil um mich herum soviele Menschen, soviel wirtschaftlicheren Tätigkeiten nachgehen, die soviel bessere Namen tragen, als mein JOB. Da gibt es erstmal eine Reihe von Studenten und Doktoranten, die ständig mit Fachbegriffen wie Consulting, Meeting und ähnlichem um sich werfen. (Sie sehen, ich bin leicht zu beeidrucken! Nee, die anderen Fachwörter vergesse ich einfach nur ständig) Bei mir hört man nach einem langem Arbeitstag höchstens Schlagworte wie gebettet, geputzt, gefüttert, ja und ab und an vielleicht sogar, gerettet. Trotzdem!
Dann gibt es ja seit neuem auch noch Mr. Jackpot, ein Managertyp erster Klasse, der natürlich auch ständig irgendwelche Seminare besucht oder sich sonst wie bemüht, möglichst noch mehr Differenz zwischen unsere beiden Intelligenzebenen zu bringen, als sowieso schon vorhanden ist. Und was soll ich ich ihnen sonst noch sagen wie kann ich ihnen mein Leid sonst noch klagen: seit meine beste Freundin Assistent of OCC ist, was, wie ich mich erinnere irgendetwas bedeutet muss, an das ich mich nicht erinnern kann, bin ich winzig! Mit Hut!
Ich verlange mit sofortiger Wirkung eine Beförderung, eine Lohnerhöhung, mir untergebenes Personal und natürlich, was ja in Wirklichkeit das Wichtigste ist, einen supertollen, superguten, supercoolen englischen Berufstitel. Z.B.: N.W.S.H.L.A.G.N.M.O.H
Nurse, who saves human live and gets no money or honor!
Guckuck
Na? Hat sich schon mal ein Mann spontan unter ihr Auto gelegt? Nein? Unter meines auch nicht, Kunststück, ich besitze so etwas ja auch nicht. Allerdings bin ich heute in einer eher schickeren Version solch eines Vehikels herum kutschiert worden. So zu sagen ein Gucci unter den Automobilen. Vielleicht wäre ich sogar bis vor die Haustüre gelangt, wenn…ja wenn sich nicht ein Freund und Helfer Polizist bemüßigt gefühlt hätte, aus dem Stehgreif heraus eine Unterbodenkontrolle durchzuführen. Zur allgemeinen Sicherheit versteht sich. Das ich in Begleitung von Mr. Jackpot war, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Das dieser not realy amused war wohl auch nicht.
Das diese, technisch fokusierte, Verkehrskontrolle eine volle Stunde gedauert hat, erscheint mir allerdings schon wichtig. Da war nix mit: Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte. Dreieck und Werzeugkoffer. Warnweste und Erste Hilfe Box…Pahh!Lächerlich! Nein, was den netten Herrn Inspektor besonders zu interessieren schien, befand sich offenbar unter unserem Auto und nicht darin.
Nun gut, zuerst denkt man an Drogen! DROGEN? Wir und DROGEN?? Das verbiete ich mir nicht nur, das verbitte ich mir auch. Was kann man sonst noch unter Fahrzeugen finden?
- Leichen…nicht in unserem Keller Auto
- Donuts…hey officer, we`re not living in america
- Ostereier…ok Leute, jetzt wirds unglaubwürdig
Nein, der Herr vom Amt wollte bloß mal die Fahrzeugtiefe kontrollieren und sicher gehen, dass dem potentiellsten Traumpaar in der ganzen Stadt nichts zustößt. Verstehe ich auch…wenn ich eine Andere wäre, würde ich mich auch beneiden und um mein junges Glück sorgen. Tja, der Versuch uns zu protegieren ging leider nach hinten los. Ich sage nur soviel…
Wenn sie sich, meine verehrten Leser, in Zukunft ein Auto kaufen, dann gehen sie lieber gleich auf Nummer Sicher. Checken sie den Typenschein, machen sie einen Ankaufstest und hinterfragen sie den Mechaniker ihres Vertauens, der ihnen die Pickerln ausgibt. Sonst gehen jedwede unrechtmäßigen Veränderungen ihres neuen Gefährts an ihnen vorbei und man nimmt ihnen die Taferln gleich wieder ab. Dann müssen sie Bahn fahren. So wie ich heute!
(ist ihnen eigentlich auch aufgefallen, dass ich hier immer von unserem Auto spreche…GRÖSSENWAHN!!)
Jemand
Ja sie haben mich. Erwischt! Dingfest gemacht! Auf frischer Tat ertappt! Die Hände noch im Käsekuchen! Vielleicht lach ich deswegen in letzter Zeit so viel ständig.
Naja, viel eher wohl weil es da jemanden gibt. Sie wissen schon: der mir Teeniegefühle und akuten Schlafentzug verursacht. Und noch so viele andere spannende Gefühle. So jemanden, dem man laufend in die Augen gucken will. Und dabei in die Backen kneifen und durch die Haare wuseln. Weils halt so schön ist! So jemanden, den man am liebsten rund um die Uhr sehen möchte, weil man in schon nach zehn Minuten wieder vermisst. Ein Jemand der einem die Bauchmuskeln trainiert, weil man immer entweder lacht oder Krabbelkäfer im Magen hat.
Es gibt da nur ein Problem…wie nenn ich diesen Jemand denn nun. Ich habe bereits schmerzlich feststellen müssen, dass es so etwas wie ein Kosenamenbuch nicht gibt (Memo an mich; neuer Weg zu Ruhm und Reichtum), wobei ich solch eines natürlich aus Willen zur Eigenkreativität wahrscheinlich nicht nie benützen würde. Aber gerade hier ist dieses Thema vordergründig.
Ich könnte das Kind den Mann beim Namen nennen, will ich aber nicht. Ich könnte Schatz, Spatz, Stern, Riese, Bär, Süßer und ähnliches sagen. Diese Knüller hab ich aber leider schon an weniger potentielle Männer vergeudet. Schade eigentlich! Irgendwie bleibt eben nicht mehr viel übrig…deswegen bitte ich hier an dieser Stelle um phantasievolle Vorschläge. Ich nehme mir natürlich das Recht heraus, diese mit sofortiger Wirkung an mich zu reißen und sie als meine eigenen Ideen zu verkaufen.
Und bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich entschieden habe, für den neuen, weltbesten Kosenamen, soll dieser Jemand, weil meine beste Freundin ihn so bezeichnet (und ich inzwischen selbst daran glaube) Mr.Jackpot heißen.
AMEN!
Muss ich denn,…
muss ich denn, zum Städtele hinaus? Ja auf jeden Fall!
Irgendwann kommt im Leben halt doch immer der Punkt an dem man Abschied nehmen muss. Ich hab das heute auch schon getan, ich hab überhaupt schon vielen Menschen hinterher gewunken. Aber heute tue ich das nicht mit Abschiedstränen, sondern mit einem riesigen Grinsen. So zu sagen, von einer Perle einem Ohr zum Anderen. Und zwar nicht weil ich so ein gemeiner Mensch bin, der Leuten gerne weh tut, sondern weil ich selbst gerade so glücklich bin, dass ich gar nicht anders kann.
Vielleicht kommt irgendwann der Punkt wo ich selbst wieder grinsend zur Tür hinaus gewunken werde, aber ich glaube wirklich ich habe in diesem letzten Jahr etwas gelernt. (Wär hätte gedacht, dass ich das einmal behaupten kann..?) „Wenn man sich auf neue Begegnungen nicht einlässt, dann kann man sich ja gleich eingraben“, hat mir erst kürzlich jemand verraten und jetzt mal im ernst und ganz ohne den, mir eigenen, Sarkasmus – Ich kenne verdammt intelligente Jemande!
Sandmann lieber Sandmann
…es ist schon mehr als nur soweit. Ich brauch keinen Abendgruß bevor ich in mein Bettchen muss. Tja, scheint so, als ob ich über meine Freude, meine längst vergangene Jugend wiedergefunden zu haben, ganz vergessen habe, dass ein Teenagerleben auch Schattenseiten hat.
Chronischen Schlafentzug nämlich. Man muss schließlich Stundenlang telefonieren und tut man es nicht, dann muss man auf Anrufe oder Nachrichten warten. Kommen keine macht man sich Gedanken über die möglichen Ursachen. Kommen doch welche, muss man sich etwas total kreatives und überzeugendes ausdenken, um selbst zu punkten. Und nach dem ganzen HickHack folgen nächtliche Besuche, wo man dann eben mal so die Nacht zum Tag macht. Blödeln, reden, kitzeln, was Teenies halt so treiben.
Können sie sich vorstellen welches Format meine Augenringe in diesem Moment haben? Wie sehr die Schultern hängen und die Laune absackt. Ich habe Bedenken, meine Kollegen sprechen nie wieder ein Wort mit mir, weil ich hier so zickig durch die Flure gehe schlurfe.
Also jetzt mal in Wirklichkeit, ich liebe es Teenie zu sein spielen, stelle aber fest, dass mein Schlafanspruch doch deutlich gestiegen ist, in den letzten zehn Jahren. Ich meine, wissen sie wieviel Stunden Schlaf der Mensch pro Nacht benötigt? Nein?! Auch nicht?
Ich weiß nur soviel, mehr als zwei auf jeden Fall *gähn*
Hoch hinaus
Ich bin groß, riesig, riesenhaft beinahe. Nein wirklich, es ist nun mal so, das habe ich von meiner Mutter geerbt, genauso wie die ausgeprägte Tierliebe und den Hang zum Chaos. Nur damit sie einen etwas besseren Einblick erhalten, ich gefährde keinenfalls den Bürgersteig mit meiner Figur, ich erinnere nicht an einen Panzer oder dickhäutige, graue Tiere. So schlimm ist es nicht, eher im Gegenteil…ganz akzeptabel. Ich bin eben einfach nur groß. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ich hauptsächlich flaches Schuhwerk trage?!
Aber sie kennen das ja. Palatschinken mit Vanilleeis, Schokosauße und Schlagobers (Cherrykirsche nicht vergessen) schmecken nur so lange ausgezeichnet, solange man sie nicht jeden Tag essen muss. Und weil ich vor kurzer Zeit beim Friseur war noch einen Freund hatte, der nicht so überragend war (rein größentechnisch versteht sich), habe ich die Schnauze voll von Ballerinas/Flip Flops/Sportschuhen/Sneakers/Slippers und allen ähnlich knapp besohlten Schuhen. Trotz allem bin ich schließlich auch nur ein Mädchen, was gleichzeitig auch den Besitz von über dreißig Paar Fußschmuck vermuten lässt. Und diesen kann ich nur bestätigen. Wahrscheinlich hat mich das gestern auf die glorreiche Idee gebracht, mal wieder die schwarzen Pumps auszugraben.
Beim Verlassen des Hauses hab ich mich noch gefühlt wie eine Venus, aus gleichnamiger Damenrasiererwerbung. Das Gefühl, das ich hatte, als ich nachts um halb zwölf, barfuß und im Slalom über den spärlich beleuchteten Trampelpfad, der zu meiner Wohnung führt, laufend (schwere Nacktschneckenplage in Wiens Kleingärten) hatte, kann und will ich hier nicht wiedergeben.
Nur soviel, wenn die Ballerinas der Schuhwelt die Palatschinken sind, derer man trotz allem irgendwann überdrüssig ist, dann sind meine Pumps das Hirn mit Ei, das man höchstens einmal im Jahr, ohne größere Folgeschäden zu erwarten, zu sich nehmen kann.